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Fasten - Ein Genuss?!

Nicht immer erschließt sich einem der Genuss auf den ersten Blick - so auch beim Fasten. An knurrende Mägen, Energielosigkeit und nicht zuletzt ein allumfassendes Hungergefühl denken die meisten, wenn sie das Wort „fasten” hören. Doch auch der Verzicht kann ein Genuss sein, denn was viele nicht wissen: Fasten macht gesund, fit und vital und hat nicht immer etwas mit Religion zu tun.
Denn die 40tägige Fastenzeit, die am Aschermittwoch begonnen hat und als Vorbereitung auf den Tod Jesus Christus am Ostersonntag vorbereiten soll, ist nur eine Art des Fastens. Dabei sollen die gläubigen Christen über die Dauer von fast sechs Wochen auf Fleisch - und fleischliche Genüsse verzichten. Der Verzehr von Eiern, Fett oder Fisch hingegen ist auch im christlichen Sinne erlaubt. Heutzutage werden in der Fastenzeit auch oft andere Genussmittel freiwillig vom Speiseplan gestrichen, wie etwa Alkohol, Schokolade oder Nikotin, das liegt jedoch im Ermessen der Fastenden. Das religiös motivierte Fasten soll böse Geister austreiben und dem Gläubigen einen Platz im Himmel sichern.

Die weitaus wirksamere - weil die Ergebnisse noch im irdischen Dasein erfahrbar sind - Methode ist das Heilfasten. Darunter versteht man ebenfalls freiwilligen Verzicht auf Lebensmittel - allerdings ohne jede Ausnahme: nur trinken ist erlaubt, auf Alkohol, Nikotin oder andere Genussmittel sollte man während der Dauer des Heilfastens kategorisch verzichten.

Für gewöhnlich dauert eine Heilfastenkur fünf Tage plus einem Aufbautag und drei weiteren Aufbautagen. Das Heilfasten verspricht dabei eine Menge Erfolge, neben einer regenerierten Darmtätigkeit, Entschlackung sowie mehr Energie und schönerer Haut soll man während einer einwöchigen Fastenwoche bis zu 6 kg an Gewicht verlieren und zudem schönere Haut bekommen. Gute Tipps für eine gesunde und erholende Fastenwoche bekommt man auf Gesundheitsförderung.at

Auch Gesundheitspapst Wili Dungl empfiehlt das Heilfasten, vor allem Menschen mit Bluthochdruck sollten diese Methode anwenden, um ihre Gesundheit zu fördern. Der erste Tag des Fastens dient als Vorbereitung, man sollte mehr trinken als üblich (ca. 3-4 Liter), Kaffee, alkoholische und gesüßte Getränke sind jedoch ab sofort tabu! Um den Körper ausreichend vorzubereiten sollte außerdem auf leicht verdauliche Nahrung, wie etwa Reis zurückgegriffen werden. Auch geistig sollte man sich nicht verausgaben, denn die Fastenkur soll auch mental entspannend wirken. Ab Tag eins der Fastenkur ist dann der absolute Verzicht von fester Nahrung Vorschrift. Lediglich Wasser, ungesüßter Tee und Gemüsebrühe sind erlaubt. Bei Fastenkuren in Kurhotels ist zudem ein Einlauf empfehlenswert, da dieser den Darm reinigt und etwaige Fastenbeschwerden lindert. Hält man den Verzicht fünf Tage durch, hat man schon fast gewonnen. An den anschließenden drei Aufbautagen empfiehlt es sich, nicht sofort wieder mit dem normalen Essen weiterzumachen, sondern langsam mit Obst zu starten. Dieses Ereignis sollte man, nach den Entbehrungen der vergangenen Tage, auch ganz besonders bewusst genießen. Die folgenden, letzten Tage der Fastenkur, stehen ganz im Zeichen der Wiedergewöhnung des Körpers an feste Nahrung. Ballaststoff- und vitaminreich sollte sie sein, zudem leicht verdaulich.

Hat man diese Fastenkur überstanden, kann man sich sicher sein, dass man einiges über seinen Körper und dessen Funktionen dazu gelernt hat. Hat man zudem noch einige überflüssige Kilos verloren, wird man fürderhin freiwillig mehr auf seine Ernährungsgewohnheiten achten - und das haben das religiös motivierte Fasten und das Heilfasten auch gemein: Es geht um die Einkehr und die Rückbesinnung auf sich selbst.

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